Urlaub auf dem Ponyhof

Urlaub auf dem Ponyhof

Es ist ein ganz besonderes Erlebnis seinen Urlaub mit Pferden zu verbringen. Wenn ihr kein eigenes Pony oder ein Pflegepony habt, könnt ihr Urlaub auf einem Ponyhof/Reiterhof machen. Auch wir haben in unserer Kindheit viele Urlaube auf dem Ponyhof verbracht und dort wertvolle Erinnerungen gesammelt. Wir konnten meist die Ferien gar nicht abwarten, um unsere Lieblingsponys und Freunde auf dem Ponyhof wiederzusehen. 

Ponyhöfe unterscheiden sich teilweise stark voneinander: Manche Reiterhöfe sind leistungsorientiert. Hier kann man in den Ferien seine Reitabzeichen, die fürs Turnierreiten benötigt werden, absolvieren. Andere Höfe wiederum setzen ihr Hauptaugenmerk auf den Spaß am Reiten, wieder andere bieten beides an. Letztlich schließen sich die beiden Schwerpunkte auch nicht gegenseitig aus. Allerdings bedeutet ein Reitabzeichen ab RA 7, dass ein gewisser Leistungsdruck herrschen muss. Denn die Kinder müssen neben dem praktischen Teil auch einen schweren theoretischen Teil absolvieren, der von einem externen, zertifizierten Richter überprüft wird. 

Auch die Betreuungskonzepte unterscheiden sich von Reiterhof zu Reiterhof. Manche Ponyhöfe bieten pro Tag zwei verkürzte Reitstunden an, andere nur eine längere. Wichtig ist, dass die Reitstunden von Fachpersonal durchgeführt werden! Leider gibt es einige Betriebe, die die Reitstunden von zum Teil noch Minderjährigen ausführen lassen, um Kosten zu sparen. Dies ist aus versicherungstechnischer Sicht höchst fraglich und bringt den Kindern wenig Mehrwert.

Wichtig ist auch, dass die Kinder zwar Zeit haben sollten, frei zu spielen aber auch gezielt beschäftigt werden. So sollte den Kindern spielerisch vermittelt werden, was sie an theoretischem Grundwissen über das Reiten benötigen und was es bedeutet, sich jeden Tag um ein Pferd zu kümmern. Darüber hinaus ist es für die Kinder schön, wenn sie Betreuer haben, diemit ihnen Gemeinschaftsspiele spielen oder Schnitzeljagden etc. organisieren. 

Wir empfehlen, die Auswahl des Reiterhofs an den Leistungsstand der Kinder anzupassen. Betriebe, die eher leistungsorientiert sind, eignen sich meist weniger für Kinder, die noch am Anfang ihrer Reitlaufbahn stehen. So wie Reiterhöfe, die sehr wenig leistungsorientiert sind, schnell zu Langeweile bei Kindern führen können, die schon fortgeschritten sind. Für diese Kinder eignet sich dann eher ein Ponyhof mit einer Mischung aus beidem. Hier sollte die Auswahl sehr individuell ausfallen. 

Sehr gerne fahren Kinder auch mit Freunden in die Reiterferien. Das ist besondersempfehlenswert, wenn die Kinder das erste Mal einen Reiterhof über die Ferien besuchen. Dies nimmt Ihnen die Unsicherheit und kann die Trennung von Zuhause erleichtern kann. Hier sollte man vorher in einen regen Austausch mit den Eltern des auserwählten Freundes treten, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. 

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Auswahl des richtigen Ponyhofs ist die Unterbringung der Kinder. Hier sollte man darauf achten, dass die Unterbringungen in einem ordentlichen Zustand und vor allem sauber sind. Wir empfehlen, dass die Eltern sich die Unterbringungen und Stallungen, wenn sie ihr Kind zum Ponyhof fahren, genau anschauen und eventuelle Mängel offen mit den Verantwortlichen besprechen. Auch die Verkostung der Kinder sollte besprochen und Begutachtet werden. 

Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal eines gut geführten Ponyhofes ist, dass genügend Betreuer für die Kinder eingeteilt sind. Gerade in größeren Betrieben kann es bei so vielen Kindern schon mal etwas chaotisch werden. Trotzdem sollten die Betreuer den Überblick bewahren können. Insbesondere, wenn die anfänglich für die Kinder meist noch fremden Pferde für die Reitstunden fertiggemacht werden. Wie viele Betreuer man für wie viele Kinder benötigt, hängt natürlich auch vom Alter und Leistungsstand der Kinder ab. Wir empfehlen als Richtlinie, dass mindestens ein Betreuer für 15 Kinder bereitstehen sollte. Diese Aufgabe kann unserer Ansicht nach auch unter Leitung eines geschulten Reitlehrers oder einer Reitlehrerin von verantwortungsvollen Jugendlichen übernommen werden. Die Reitstunden selbst sollten jedoch ausschließlich – wie schon oben erwähnt – von geschultem Fachpersonal erteilt werden!

Natürlich ist bei den Ponyhöfen auch die Unterbringung der Pferde sehr wichtig. Ein guter Ponyhof weiß seine Tiere zu schätzen, pflegt sie ordentlich und sorgt für eine artgerechte Unterbringung. Bei der Wahl des Hofes sollte man also darauf achten, dass die Pferde in sauberen Stallungen mit genügend Platz untergebracht sind und täglich Auslauf auf Weiden oder Paddocks erhalten. Auch ist es Wichtig auf die Gesundheit der Tiere und einen guten Fütterungszustand zu achten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der liebevolle und ruhige Umgang der Betreuer und Verantwortlichen mit den Pferden. Dieser spiegelt sich hinterher auch in deren Umgang mit den Kindern wieder. 

Im Internet lassen sich viele gute Reiterhöfe finden. Wichtig ist, dabei auch auf authentische von anderen Reitern zu achten. Auch der eigene Reitlehrer ist eine gute Anlaufstelle für Tipps, da er meist viele Berichte seiner Reitschüler erhält. Immer mehr Reiterhöfe spezialisieren sich mittlerweile nicht nur ausschließlich auf Kinder sondern auf ganze Familien aber auch auf Erwachsene ohne Kinder. Die Kriterien auf die man bei der Wahl des richtigen Ponyhofs achten sollte, bleiben im Kern gleich, außer vielleicht die Betreuung außerhalb der Reitstunden, die für Erwachsene ohne Kinder vernachlässigt werden kann  

Viel Erfolg bei Suche und Wahl wünscht euch euer Ponyreiter-Team 🦄


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