Reiten als Ausgleich zum stressigen Alltag

Reiten als Ausgleich zum stressigen Alltag

Pony-Reiten als Ausgleich zum stressigen Alltag

Reiten wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Kinder aus, sondern auch auf unser eigenes Leben.

Wir leben in sehr stürmischen Zeiten: Im Alltag müssen wir meist Familie und Job vereinbaren. Dies kann zu einer starken Doppelbelastung führen! 
Auch haben viele von uns Büro Jobs womit langes Sitzen in klimatisierten Räumen verbunden ist und zu körperlichem Stress führen kann. Hier gilt es, einen Ausgleich für die Gesundheit und den Geist zu schaffen. Reiten ist dafür ideal!

Beim Reiten befinden wir uns über einen längeren Zeitraum an der frischen Luft und sind dabei ständig in Bewegung. Selbst wenn wir nicht reiten, sondern uns um die Versorgung der Ponys kümmern, erfordert dies eine ständige Bewegung und kann einem leichten Muskeltraining gleichgestellt werden. Misten, fegen, putzen, füttern, satteln etc. ist zeitweise fast anstrengender, als das Reiten selbst.

Reiten ist eine Sportart, die viele Muskelpartien beansprucht, von denen man vorher meist gar nicht wusste, dass sie existieren. Vor allem Koordination und Körperspannung werden hier trainiert. Insbesondere Menschen, die viel sitzen müssen, hilft reiten, die Rücken- und Beckenmuskulatur zu trainieren und Verspannungen zu lösen. Die aufrechte Körperhaltung, die beim Reiten gefordert ist, bietet einen guten Ausgleich zu unserer gestauchten Sitzhaltung im Büro.

Darüber hinaus wird die gesamte Bein- und Pomuskulatur gestärkt. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Muskulatur der Unterschenkelinnenseiten, die nach den ersten Reitstunden in der Regel besonders schmerzen. Die Brust- und Armmuskulatur wird ebenfalls stark beansprucht, alleine schon durch die 90-Grad-Winkelung der Unterarme zum Oberkörper. All diese Muskelpartien werden beim Reiten ständig angespannt und entspannt. Dabei nehmen sie nicht immer die gleiche Beanspruchung wahr, denn der Reiter muss sich ständig an neue Gegebenheiten beim Reiten anpassen. Dies trainiert die Muskulatur besonders flexibel und fördert die Beweglichkeit.

Auch kann sich das Reiten positiv auf unsere Psyche auswirken. Der Umgang mit den Ponys fördert die Empathie und sorgt dafür, dass man zwangsläufig zur Ruhe kommen muss. Denn diese besonders sensiblen Tiere nehmen jede unserer Stimmungen wahr und reagieren direkt darauf. Ponys sind Meister darin, uns einen Spiegel unseres Inneren vorzuhalten und uns dadurch mental zu trainieren. Darüber hinaus sind sie sehr gute Zuhörer und ihre ruhige, sanfte Art hilft dabei, den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Vor allem lange, entspannte Ausritte durch die freie Natur können hier Wunder bewirken!

Das oberste Ziel der Reitkunst ist die Symbiose mit dem Pferd/Pony. Um dies in Perfektion zu lernen, braucht man ein Leben lang. Gerade diese Herausforderung macht den Reitsport so interessant: Man lernt nie aus und steht mit jedem Pony vor neuen Herausforderungen. Denn diese sind so individuell wie wir Menschen und man muss sie erst richtig gut kennenlernen, um sie verstehen zu können. Hierzu fällt mir ein passendes Zitat von dem Reitmeister Kurt Albrecht ein:

„Der echte Jünger der Reitkunst bedarf viel weniger der Anerkennung durch andere Menschen, als vielmehr des Gefühls, mit seinem Pferd eins zu sein. Fehlt diese Harmonie, wird bestenfalls vollendete Technik, nie aber vollendete Kunst daraus.“

Aus „Dogmen der Reitkunst“ von Kurt Albrecht, Olms, 1996

Ich hoffe unser Blog hat euch gefallen.

Euer Ponyreiter-Team


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